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Eine Handvoll Fragen an: Kathrin Rosi Würtz

Vorab zu Ihrer Person: Wer sind Sie und was machen Sie beruflich?

Mein Name ist Kathrin Rosi Würtz und ich promoviere derzeit als externe Promotionsstudentin an der Universität Bonn im Fach Soziologie. Meine Doktorarbeit handelt von der Anwendung von sozialen Digitalmedien (insbesondere YouTube) für die audiovisuelle Gesundheitskommunikation von Krankenhäusern. Beruflich bin ich als Verlegerin und freie Fachautorin für die Themenbereiche Gesundheit, Medien und Natur unterwegs. Zwischen meinem Magisterstudium der Soziologie und meiner Promotion habe ich eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Physiotherapeutin absolviert und für diverse Anbieter:innen als Bewegungsexpertin gearbeitet.

Frage 1: Was bedeutet der Klimawandel für Sie persönlich?

Kathrin Rosi Würtz: Ich wohne am nördlichen Fuß des Siebengebirges in Bonn-Oberkassel und sehe die Auswirkungen des Klimawandels direkt im Wald vor meiner Tür. Schaue ich beispielsweise aus meinem Bürofenster, so sehe ich eine große Lücke, da dort im Jahr 2018 alle Bäume vertrocknet sind. Für mich ist dieser Anblick mehr denn je ein Aufruf, für den Klimaschutz aktiv zu sein. Die spürbaren Zeichen des Klimawandels sind für mich ein Ansporn, lokal hier im Siebengebirge global zu handeln.

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Eine Handvoll Fragen an: Alexandra Wandel

Vorab zu Ihrer Person: Wer sind Sie und was machen Sie beruflich?

Alexandra Wandel: Ich bin Vorstandssprecherin des World Future Councils. Der Rat vereint 50 Persönlichkeiten von 5 Kontinenten und setzt sich ein für einen gesunden Planeten mit friedlichen und gerechten Gesellschaften im Interesse jetztiger und zukünftiger Generationen.

Frage 1: Was bedeutet der Klimawandel für Sie persönlich?

Alexandra Wandel: Für mich ist der Klimawandel eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Jedoch bin ich optimistisch, dass es bereits gute Lösungen gibt, um auch den Klimawandel noch aufhalten zu können. Beim World Future Council identifizieren und verbreiten wir die besten Gesetze aus der ganzen Welt, die bessere Lebensbedingungen für jetzige und zukünftige Generationen schaffen. Wir zeichnen diese Gesetze mit unserem einzigartigen Future Policy Award aus, der auch als Politik-Oscar bekannt ist. Wir glauben, dass zukunftsgerechte Gesetzgebung eine Schlüsselrolle bei dem Kampf gegen den Klimawandel ist. Deshalb verbreiten wir die vorbildlichen politischen Lösungen auf unterschiedlichen Wegen, z.B. auf parlamentarischen Veranstaltungen, Studientouren, Konferenz und auch über die Medien. Wir zeigen politischen Entscheidungsträger:innen, dass es bereits gute Gesetze gibt, um den Klimawandel zu stoppen und inspirieren sie, diese in ihren eigenen Ländern oder Regionen umzusetzen.

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Eine Handvoll Fragen an: Insa Thiele-Eich

Vorab zu Ihrer Person: Wer sind Sie und was machen Sie beruflich?

Ich arbeite als Meteorologin und Klimaforscherin in der Abteilung Meteorologie am Institut für Geowissenschaften an der Universität Bonn und trainiere nebenberuflich als Astronautin für die Stiftung „Erste deutsche Astronautin“.

Frage 1: Was bedeutet der Klimawandel für Sie persönlich?

Insa Thiele-Eich: Der Klimawandel ist für mich nicht nur beruflicher Alltag, sondern mit seinen Herausforderungen fester Teil meiner Zukunft. Ganz besonders aber der meiner Kinder, und deshalb nehme ich dieses Thema sehr persönlich.

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Videostatement von Aaron Goldbach

Das Projekt "KlimaWandel - Learning for Future" zielt darauf ab Studierende stärken, Change Agents in eigener (Bildungs)sache zu sein. Dabei lebt das Projekt maßgeblich von dem Engagement der beteiligten interdisziplinären Studierenden von Uni Bonn und Hochschule Bonn Rhein-Sieg. Aaron Goldbach, Student der Philosophie und Politikwissenschaft an der Uni Bonn, legt in diesem Videostatement dar, warum er sich für mehr Nachhaltigkeit in der Hochschullehre einsetzt.

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Eine Handvoll Fragen an: Lars Schäfers

Vorab zu Ihrer Person: Wer sind Sie und was machen Sie beruflich?

Mein Name ist Lars Schäfers. Ich bin Theologe und Sozialethiker und arbeite als solcher derzeit als Wissenschaftlicher Referent in der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle (KSZ) Mönchengladbach sowie als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Christliche Gesellschaftslehre der Universität Bonn. Ich bin außerdem universitätsseitig im Projekt „KlimaWandel – Learning for Future“ aktiv.

Frage 1: Was bedeutet der Klimawandel für Sie persönlich?

Lars Schäfers: Der Mensch gilt christlich-theologisch als „Krone der Schöpfung“. In Zeiten des Klimawandels und der ökologischen Krise verkörpert der Mensch bildlich gesprochen allerdings nicht mehr die Hauptrolle auf der großen Bühne der Erde. Er ist vielmehr längst zum Regisseur geworden. Ein Regisseur, der auf den Brettern, die im wahrsten Sinne die Welt bedeuten, ein endzeitliches Drama mit offenem Ende inszeniert. Dieses Stück heißt „Anthropozän“: Damit ist das Zeitalter menschlicher Dominanz über die Natur gemeint. Besonders Papst Franziskus betont in seiner Umweltenzyklika Laudato si‘, dass wir den Schrei der verletzten „Schwester Erde“ hören, sie gerecht und barmherzig behandeln sollen. Für mich ist das Verständnis aller Wirklichkeit als Gottes gute Schöpfung eine Quelle, aus der ich die Grundhaltungen der Ehrfurcht, der Freude, der Dankbarkeit und der Achtung gegenüber Umwelt und Mitwelt einüben kann. Die daraus erwachsende Spiritualität sensibilisiert mich für das Stöhnen der Erde und bestärkt das so dringend notwendige Engagement für die Bewahrung der Schöpfung im Zeitalter des Anthropozän.

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